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Aufstellungen

Seelische Probleme, wie bestimmte Ängste, z.B. vor Nähe und Beziehungen, grundlos aggressives Verhalten, Selbstaufopferung oder Suchterkrankungen haben nicht selten ihre Ursache in langjährigen Verstrickungen im familiären Systemen – und in den meisten Fällen haben die Betroffenen davon nicht die geringste Ahnung. Dabei gibt es eine verblüffend einfache Methode, um solchen Problemen auf den Grund zu gehen. Systemische Familienaufstellung heißt das Zauberwort!

Familienaufstellungen sind eine hervorragende und sehr effiziente Möglichkeit, psychische Probleme, die ihre Ursachen in bestimmten Strukturen des Umfelds haben, schnell und dauerhaft aufzulösen.

 

Wie verläuft eine Familienaufstellung?

Eine Familienaufstellung arbeitet mit sogenannten Stellvertreter-Wahrnehmungen. Das heißt: Der Aufstellungsleiter und die Teilnehmer kommen in einem geschützten Raum zusammen. Der „Aufsteller“ erklärt das Problem oder die Probleme, die ihn belasten und die er gelöst haben möchte. Dann wählt er aus dem Kreis der anderen Sitzungsteilnehmer Stellvertreter für seine gegenwärtige und/oder Herkunftsfamilie aus – dies sind in der Regel Eltern, oft auch Großeltern, (Ehe)Partner/in und Kinder. Diese Vertreter werden vom Aufsteller nach seiner Intuition im Raum platziert.

Nun erleben die Stellvertreter der jeweiligen Familienmitglieder, ohne Vorabinformation, Symptome, Gedanken und Gefühle der nachgestellten Personen. Sogar typische Worte und Ausdrücke werden in erstaunlich präziser Weise ausgesprochen. Auf diese Weise kommen bislang unbewusste Konflikte ans Licht, die andauernde oder sich wiederholende problematische Beziehungen, schwierige Lebensläufe und Krankheiten erklären.

Im nächsten Schritt werden die ausgewählten Stellvertreter vom Aufstellungsleiter umgestellt. Je nach zugewiesenem Platz werden Verbindungen und Verstrickungen von Familienmitgliedern sichtbar. Damit ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Auflösung der Konflikte gegeben. Schuld kann zurückgegeben, Verantwortung übernommen, Mutter und/oder Vater kann vergeben werden.

Mögliche Themen einer Familienaufstellung sind:

Belastungen aus der Herkunftsfamilie durch Eltern, Großeltern, Geschwister
Ehe-
und Beziehungsprobleme
Trennung
und Scheidung
Verlust
durch Tod, Trauer
Ängste
, Schuld- und Schamgefühle
Lern- und Entwicklungsstörungen bei Kindern

Psychische Erkrankungen, Suchtkrankheiten

 

Neben systemischen Familienaufstellungen biete ich in meiner Praxis noch eine Reihe weitere Aufstellungen an:

Symptom-Aufstellungen

Organisationsaufstellungen

Struktur-Aufstellungen

Aufstellungen des Inneren Teams

 

Mithilfe einer Symptom-Aufstellung ist es möglich, herauszufinden, warum und wozu bestimmte Beschwerden und Erkrankungen immer wieder auftauchen, während eine Organisations-Aufstellung Verstrickungen innerhalb eines bestimmten Systems – wie dem Kollegen- oder Freundeskreis – aufdeckt.

Bei Struktur-Aufstellungen werden auch abstrakte Systemelemente wie beispielsweise Ideen, Hindernisse oder Ziele berücksichtigt. Eine Team-Aufstellung geht davon aus, dass jeder von uns verschiedene, gegensätzliche Anteile (z.B. mutig und ängstlich) besitzt, und dass seelische Konflikte durch eine Kommunikation dieses „inneren Teams“ gelöst werden können.

 

Was bewirkt die Aufstellungsarbeit?

Eine Aufstellung hat immer mit fühlen, spüren und wahrnehmen zu tun. Der Kopf darf während der eigentlichen Arbeit in den Hintergrund rücken. In der Einzeltherapie oder -beratung ist so ein Perspektivwechsel zwischen den aufgestellten Personen möglich oder auch eine Vogelperspektive auf das gesamte Geschehen.

Aufstellungen sind zuerst durch die Familienaufstellungen bekannt geworden. Indem Menschen mit problematischen Familienbeziehungen ihre Familie gestellt haben, konnte die tatsächliche Beziehung gesehen und wahrgenommen werden. Sie machen Zugangsmöglichkeiten und Prozesse sichtbar, die sich zwischen Menschen abspielen, die in einer Beziehung zueinander stehen.

Man geht davon aus, dass stellvertretendes Wahrnehmen es ermöglicht, sich in fremde Menschen so einzufühlen, wie es der Protagonist selbst erlebt. Im Einfühlen in die jeweilige Stellvertreter-Situation spüren die Stellvertreter in ihrem Körper, dass sich ihr Empfinden verändert. Sie nehmen wahr, wie die Personen zueinander stehen, ob sie sich gut tun, was schmerzt oder stört, was gebraucht worden wäre …


Wenn Sie einmal selbst als Stellvertreter zur Verfügung stehen möchten, melden Sie sich mit dem Anmeldeformular rechts oben an. Inzwischen habe ich eine Gruppe Menschen, die sich immer wieder gerne als Stellvertreter zur Verfügung stellen. So haben Sie auch die Möglichkeit, meine Aufstellungsarbeit kennenzulernen.

Sollten Sie selbst den Wunsch haben, ein Problem oder schwierige Beziehung jetzt zu klären, und wünschen Sie sich dafür eine Aufstellung, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf, damit wir es besprechen können. Ein Zeichen, das nicht alles im Reinen ist, sind Gefühle oder Zustände die wir als Erwachsene haben, die wir als unangenehm und kindlich ansehen und nicht wissen, woher sie kommen. Da wir sie nicht erklären können, belasten oder verstören sie uns.

Was macht die Aufstellungsarbeit in meiner Praxis so besonders?

In meinen Veranstaltungen wissen die Teilnehmer im Vorfeld, wann sie mit ihrer Aufstellung an der Reihe sind. Es kommt also niemand zur Aufstellung mit dem Gefühl „vielleicht komme ich heute dran, vielleicht aber auch nicht“. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Menschen mit dem Gedanken „HEUTE wird meine Aufstellung stattfinden.“ wesentlich leichter der Aufstellungsarbeit öffnen können. Und jeder kann so lange an „seinem“ Thema arbeiten, bis mit Sicherheit gesagt werden kann „Ich habe es geschafft, mein Problem zu lösen und kann ab jetzt allein weitergehen“.

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